Faszination Technik oder:
Wie alles begann ...

  • Peter Stintz
Wie funktionieren die Fahrzeuge, die selbst noch dort fahren, wo man in Gummi- stiefeln nicht mehr vorwärtskommt ? Wie ist es, in einem Fahrzeuge eine Steigung mit 100 %, das sind 45° (!), hinaufzufahren? Die meisten wird es nicht interessieren und sie werden nur den Kopf schütteln, für die wenigen Neugierigen, die sich das Interesse an ausgefallener Technik bewahrt haben, wurde diese Web-Seite gemacht.

Moderne Allradfahrzeuge für den täglichen Gebrauch sind heute natürlich viel Komfortabler und vollgestopft mit elektronischen Assistenten, Helfern für alle fahrerischen Unzulänglichkeiten und auch sicherer im Alltagsverkehr. Sie können aber auch nicht die Faszination ersetzen, die z.B. das Fahren mit einem nichtsynchronisierten Schaltgetriebe aus Urzeiten im heutigen Straßenverkehr erzeugt. Man wird dabei wieder in die Anfangszeit des Automobilbaus zurückversetzt, wo es noch wirkliche „Kraft-„ fahrer gab und Schaltfehler für jeden hörbar waren. Wo es noch keine servounterstützten Lenkungen und Bremsen gab: man machte eben die Lenkräder größer…

Warum nun gerade Armeefahrzeuge:

Gerade bei Militärfahrzeugen ist kein Platz und Bedarf an Lösungen, die das Design bestimmte, oder technischen Kompromissen, die unter Extrembedingungen dann nicht funktionierten. Diese Fahrzeuge mußten unter extremen Temperaturbedingungen (Ural -50 … +50°C) funktionieren, mit wenig Wartungsaufwand auskommen und sehr robust sein. Dabei wurde besonderer Wert auf leichte Zugänglichkeit der Aggregate zu Reparaturen gelegt. Es mußten einfache und zuverlässige
technische Konstruktionen her, die auch von nicht besonders ausgebildeten Personal zu reparieren und bedienen sind. Irgendwann steht man dann vor der Entscheidung "kaufen" oder nicht kaufen? Natürlich siegt nicht die Vernunft ... und es wird gekauft!
In meinem Fall war es zu erst der Pinzgauer, ein Depotfahrzeug des österreichischen Bundesheeres. Später kam dann der Saurer hinzu und danach der Praga. Und später dann ... na sehen wir mal.

Mein Anliegen

Ich möchte mit dem funktionsfähigen Erhalt dieser Fahrzeuge auch ein Stück Technikgeschichte bewahren, die sonst unter dem Schneidbrenner enden würde. Damit sollen in einem bescheidenen Rahmen möglichst viele technische Innovationen und originelle Detaillösungen im Bereich der Allrad- getriebenen Fahrzeuge aus den letzten Jahrzehnten erhalten werden. Daß es gerade an dieser Fahrzeuggruppe ein reges Interesse gibt stellt man immer wieder bei einem Halt an einer Tankstelle oder auf Parkplätzen fest. Um den Interessierten ein paar Fakten und Erklärungen zu den Fahrzeugen und der Technikgeschichte zu bieten, habe ich mich zu dieser Webseite entschlossen. Ebenso stehen viele Fahrzeuge aus Privatbesitz verborgen in einer Scheune oder Garage und werden nur einem kleinen Kreis zu Treffen oder Veranstaltungen in der Öffentlichkeit vorgestellt. Deshalb hier mein Versuch, diesen interessanten Fahrzeugen aus der näheren Umgebung eine Plattform zu bieten (siehe: fremde Fahrzeuge) um sich zu präsentieren. Zuschriften + Bildmaterial für die Ergänzung diese Liste werden gern entgegen genommen, natürlich ohne jegliche Kosten oder Verpflichtungen.

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